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Bilder aus alten Zeiten gesucht

Wir sind weiterhin auf der Suche nach Fotos aus den zurückliegenden Jahren unseres Vereins, die wir im Rahmen des 100. Vereinsgeburtstages 2021 gerne präsentieren möchten.

Schaut doch bitte mal nach, ob ihr in eurem Fundus noch ein paar Aufnahmen habt.

Wenn ihr uns diese zur Verfügung stellen möchtet, wendet euch bitte an

Jörg Grings

Tel. 06746-730474

E-Mail: 1.vorsitzender@sv.laudert-wiebelsheim.de

Die Bilder werden von uns eingescannt und danach natürlich wieder an euch zurückgegeben - vielen Dank für eure Unterstützung!


Ferien am Ort - eine Erfolgsgeschichte seit 2002

Bananenkistenstapeln anno 2002
Kleine Rutschpartie 2004
Feuermachen auf die alte Art 2005
Kölner Zoo 2007
Landesgartenschau in Bingen 2008
Barfußpfad 2013
HolidayPark 2013

Obwohl uns auch im vergangenen Jahr die Pandemie deutlich beeinträchtigte, führten wir unter Beachtung der Vorgaben erneut die "Ferien am Ort" durch - zum 20. Mal seit 2002!

Dabei durften wir wieder auf das tolle Engagement unserer Helferinnen und Helfer sowie das gute Miteinander der Kinder und Jugendlichen bauen, das schon die vorangegangenen Aktionen prägte.

Lehrreiche Rundgänge mit Förstern, Besichtigung kleinerer Museen, Bergwerke, des Flughafens Hahn, des Kaltwasser-Geysirs in Andernach, Karl-May-Festspiele in Mörschied, Wanderungen, Radtouren, Fahrten zu den Ferienparks in Klotten und Haßloch, der Barfußpfad in Bad Sobernheim, Schwimmbäder, die Landesgartenschau, die Skihalle in Neuss, sind nur einige Programmpunkte in der langen Liste. Dazu jede Menge Spiele und Action vor Ort - die Übernachtungen am Sportplatz (bzw. dem Ausweichquartier Simmerbachhalle) nicht zu vergessen...

So einige Sachen haben wir dank Unterstützung der Sportjugend Rheinland-Pfalz, der Sportjugend Rheinland, der Ortsgemeinde Laudert, der Volksbank Rheinböllen, aber auch den ortsansässigen Unternehmen und Vereinen und Gruppen (wie bspw. der Freiwilligen Feuerwehr und der Frauengemeinschaft Laudert) seit 2002 organisiert, um die Ferienzeit abwechslungsreich zu gestalten.

Werte in Bewegung...

...lautet das von der Sportjugend vorgeschlagene Motto der diesjährigen "Ferien am Ort", die wir in der letzten Woche der Sommerferien von Mittwoch, 25.08. bis Samstag, 28.08.2021 durchführen möchten. Wenn es die Rahmenbedingungen zulassen, werden wir wieder eine Vorbesprechung durchführen, um Ideen zu sammeln.

Hierbei hoffen wir auf eure Unterstützung, denn die "Ferien am Ort" sind mittlerweile ein fester Bestandteil in unserer 100-jährigen Vereinsgeschichte geworden!

(Jörg Grings, 28.02.2021)

 

 


Die AH (Attraktiven Herren)

SV-Urgestein Franz Rudolf Jahn (Foto seines Spielerpasses aus dem Jahr 1956)
hintere Reihe (v. l. n. r.): Kurt Renzler, Herbert Liesenfeld, Karl-Josef Stoffel, Bernhard Stoffel, Michael Wickert, Horst Schweitzer; vordere Reihe: Johann Manke, Franz-Rudolf Jahn, Hermann Aßmann, Peter Blatt, Theo Braun, Heribert Berres
Franz-Rudolf Jahn, Ernst Lauderbach, Johann Manke, Michael Wickert, vorne: Erwin Krick
Ausflug mit den Frauen
Herbert Liesenfeld, Karl-Josef Stoffel, Theo Braun, Michael Wickert, Martini, Erwin Beres, Franz-Rudolf Jahn, Günter Grings, Josef Pies
Spiel einer Auswahl im Rahmen unseres 60-jährigen Vereinsfestes: hinten v. l. n. r.: K.-H. Grings, J. Manke, A. Grings, M. Philipps, B. Klippel, M. Wickert, R. Braun, E. Beres, H. Aßmann, A. Renzler, H. Berres; vorne: H. Liesenfeld, F. R. Jahn, E. Krick, B. Stoffel, K. Renzler, F. Eisenhauer, P. Blatt, W. Ternes.

Ein fester Bestandteil der im Jahr 1969 gegründeten Spielgemeinschaft unseres SV mit dem TuS Lingerhahn-Maisborn sind die „Alten Herren Laudert/Lingerhahn“, hier wird zusammen gefeiert, leider manchmal auch getrauert, „ausgeflogen“ (von Norderney bis zum Skilaufen nach Österreich, vom Westen bis in den Osten nach Oberhof, und und und…).

Fußball wird auch noch gespielt (seit 2014 mit den Kickern des SSV Urbar), manchmal auch für den guten Zweck, wie bei den denkwürdigen Spielen gegen die „Lotto Elf“. Hier kamen im August 2011 und 2018 weit
mehr als 21.500 € zusammen, als man gegen die Welt- und Europameister wie Guido Buchwald, Bernd Hölzenbein, Wolfgang Overath und Stefan Kuntz auf dem Lingerhahner Rasen antreten durfte und dabei auch
die als Trainer fungierende Legende der 1954er Helden von Bern überraschte, wie die Schlagzeile der „Rhein-Hunsrück-Zeitung“ vom 13.08.2010 beweist: "Lingerhahns AH treibt Horst Eckel in den Wahnsinn".

Seit Gründung der AH ist der auf dem Spielerpass von 1956 abgebildete junge Herr dabei - zunächst als Torjäger und nunmehr als Ehrenmitglied - und nach wie vor als feiner Sport- und Teamkamerad: Franz Rudolf Jahn aus Laudert (hättest du ihn erkannt?).

Vielen Dank an den über viele Jahre hinweg rund um den Fußball sehr engagierten Bernhard Stoffel ("Wickerts Bernhard", früher wohnhaft in Laudert und seit etlichen Jahren in Emmelshausen ansässig), der uns die anderen Bilder zukommen ließ!

(Jörg Grings; 21.02.2021)


Mit dem Bus nach Jugoslawien

Erstes Zeltlager in Jugoslawien
Zum ersten Mal in der Adria
Training vor malerischem Hintergrund
Aufnahme mit einem jugoslawischen Team
Zurück am Rhein
 

Mit den nachstehenden Zeilen erinnert sich Herbert Christ aus Gondershausen an eine Reise, die wohl im Jahr 1970 die A-Junioren nach Jugoslawien führte:

"Genauso wie die „Tour de France“ der A-Jugend wurde auch diese Tour von Jugendleiter Helmut Prager betreut. Es war auch das Busunternehmen Dillmann mit Günter Dillmann am Steuer, mit dem wir unterwegs waren. Mit 45 Personen war der Bus komplett voll. Wir hatten sogar alles dabei, um selbst für uns zu kochen. Helmut Prager machte das vorzüglich.

Am ersten Tag fuhren wir bis zum Königssee, wo wir das erste Mal unsere Zelte aufschlugen. Von der schönen Gegend war nicht mehr viel zu sehen, weil es schon dunkel war. Am nächsten Morgen ging es nach Ljubljana in Jugoslawien. Auf dem Zeltplatz angekommen, besuchten uns auch gleich Einheimische, die auf einem VW-Pritschenwagen selbstgebrannten Sliwowitz mitbrachten und zum Verkauf anboten. Der wurde in Flaschen abgefüllt, die man selbst bereitstellen musste. Für 4 Dinar (ca. eine D-Mark) bekam man einen Liter Sliwowitz. Am nächsten Morgen ging es uns sauschlecht.

Vier von uns zogen abends grölend durch die Stadt und wurden plötzlich von einer Mannschaft Polizisten aufgriffen und inhaftiert. Helmut Prager hatte einige Mühe, sie am nächsten Morgen wieder frei zu bekommen. Jugoslawien war damals halt noch ein kommunistisch regierter Staat, in dem man sich nicht viel erlauben konnte.

Weiter ging es entlang der steinigen Adriaküste in Richtung Split. Wir campten am Wasser, gingen schwimmen und hatten Fußballtraining. Insgesamt sollten wir gegen drei Mannschaften spielen. Dazu gehörten Kastel Stari, Split und Makarska. Bedauerlicher Weise konnte das Spiel gegen Kastel Stari nicht stattfinden. Ich glaube noch zu wissen, dass wir einmal 0:2 und einmal 2:3 verloren. (Bernhard Prager meinte wir hätten hoch gegen die A-Jugend von Hajduk Split gewonnen, was dort auch in der Zeitung gestanden hätte. Ich kann mich daran nicht erinnern und bin auch der Meinung, es sei nicht Hajduk Split gewesen sondern ein anderer Verein aus Split.)

Nach den Spielen saßen wir mit der gegnerischen Mannschaft zusammen und tranken Bier. Dabei zeigte "Bully" der gegnerischen Mannschaft, wie man eine Flasche Bier schneller austrinken kann, als sie von alleine leerläuft. Man versuchte das nachzumachen – vergeblich!

Die Rückfahrt verlief über das Landesinnere zu den Plitvicer Seen und weiter nach Wien, wo wir uns im Prater vergnügen durften. Weiter ging es über Baiersdorf bei Erlangen, wo wir gegen deren A-Jugend spielten. Mittlerweile waren wir so gut eingespielt, dass wir gegen Baiersdorf, gegen die man im Jahr zuvor in Laudert 0:9 verlor, mit 10:0 gewannen.

Nach der Rückkehr spielten wir beim Sportfest in Laudert noch einmal in der Formation von Jugoslawien gegen die A-Jugend von TuS Neuendorf. Auch dieses Spiel konnten wir mit 4:0 gewinnen."

(21.02.2021)


Wie aus einer Deutschen Mark 2.400 wurden

Zum Abschluss der erfolgreichen Sendung stand Axel Roos (3. von rechts) noch für ein Foto zur Verfügung

Mehr oder weniger zufällig kam unser Sportverein im Februar zu einem lohnenden Besuch auf dem damals noch gefürchteten Betzenberg in Kaiserslautern. Der damalige Schriftführer hatte im SWR-Fernsehen die Sendung "Treffpunkt Betze" gesehen, bei der Vereine aus Rheinland-Pfalz einen Besuch im Studio des Stadioninneren ergattern und an einem Gewinnspiel teilnehmen konnten. Prompt wurde im Februar 2000 die von ihm auf den Weg gebrachte Postkarte (Portokosten: eine Deutsche Mark) gezogen und schon am darauffolgenden Freitagabend reiste eine Vertretung aus Vorstandsmitgliedern und Fußballfans in die Pfalz.

Nach einer kurzen Vorstellung unseres SV im Rahmen der ausnahmsweise von Holger Wienpahl moderierten Sendung (er hatte irgendwie Probleme mit dem richtigen Vornamen unseres Vereinsvertreters) stand das FCK-Urgestein Axel Roos im Mittelpunkt der Sendung. Und der etablierte Bundesligakicker bewies im abschließenden Gewinnspiel zu Gunsten unseres Sportvereins dann auch, dass er nicht nur auf dem Rasen ein echter Kämpfer ist.

Er schaffte es, die von den anwesenden Studiogästen geworfenen "Betzeteufelchen" so geschickt unterzubringen, dass er nach der kurzen Wurfphase sage und schreibe 24 Stück gesichert hatte. Und das bedeutete für unseren Sportverein die stolze Summe von 2.400 DM für die Vereinskasse! Ein schöner Betrag, der in Jugendtore investiert wurde.

Eine lohnende Fahrt nach Kaiserslautern, von unserem eingefleischten Bayern-Fan Frank fotografisch festgehalten (er wollte sowieso partout nicht mit auf die Bilder...).

In der heutigen Zeit wäre es wohl eher angebracht, mit den "Teufelchen" die Kasse des FCK aufzubessern...

(Jörg Grings; 14.02.2021)


Die Tour de France der A-Jugend

Zwischenstation an der Landesgrenze
An den Gedenkstätten von Verdun
Ankunft in Alice-Sainte-Reine
Freundschaftsspiel gegen das Team von US Biot
Camping
Der Bus von Fahrer Günter Dillmann

In der Zeit vom 20. bis zum 29. Juli 1968 ging die A-Jugend auf große Fahrt. In Begleitung des damaligen Jugendleiters und Betreuers Helmut Prager, der sich übrigens über Jahrzehnte sehr in unserem SV engagiert hatte, reisten die jungen Herren mit einem schnieken und von Günter Dillmann bestens chauffierten Reisebus nahezu quer durch unser Nachbarland Frankreich.

Dabei standen neben dem Fußball und dem Camping auch einige kulturelle und geschichtsträchtige Punkte auf dem Programm. So führte es die Gruppe in den Nordosten Frankreichs nach Verdun, zu den Schlachtfeldern und Gedenkstätten des ersten Weltkrieges.

Weitere Zwischenstation war das in der Bourgogne gelegene Alice-Sainte-Reine, der Geburtsort des Kanonikus Félix Kir, der als Geistlicher im zweiten Weltkrieg viele Leben retten konnte. Er war Mitbegründer der Städtepartnerschaft zwischen Mainz und Dijon und auch der "Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Burgund", womit er maßgeblich zur Verständigung der beiden Nationen beitrug. Hier legten die A-Jugendlichen und ihre Begleiter auch einen Kranz im Gedenken an den Kanonikus Kir nieder.

Dass der Sport auch seinen Teil zur Völkerverständigung beitragen kann, ist bekannt und auch die jungen Kicker unseres Vereins bewiesen dies mit einer Fußballpartie gegen das Team des US Biot (L’Union Sportive Biotoise), die man mit 3:2 für sich entscheiden konnte, obwohl am Fuße des Vallon des Horts eine Hitze von 41 Grad im Schatten herrschte. Im Südosten des Landes, in der Nähe von Cannes und der Côte d’Azur wurden dann auch die Zelte aufgeschlagen.

Sicherlich ein tolles Erlebnis für die jungen Sportler, die wahrscheinlich beim Ansehen der Bilder die ein oder andere persönliche Erinnerung an diese Tour entdecken.

Herzlichen Dank an Ursula Prager, die ein Fotoalbum ihres Vaters Helmut zur Verfügung stellte, mit dem diese eindrucksvolle Reise belegt wurde!

(Jörg Grings; 07.02.2021)


Eingeschränkte Mobilität und Sonntagsfahrverbote

1965 gab es keine Probleme, zum Sportplatz zu kommen

Während uns derzeit die Corona-Pandemie zu schaffen macht und einen gemeinsamen Sportbetrieb leider nicht zulässt, führten in der Vergangenheit auch andere "Rahmenbedingungen" zu Einschränkungen und spiegeln auch jeweils ein Stück Zeitgeschichte wieder.

So musste vor rd. 70 Jahren der 1. Vorsitzende (und Dorflehrer) Wilhelm Krick dem Staffelleiter darlegen, warum die Lauderter Fußballer nicht zum Meisterschaftsspiel am 14.08.1951 in Boppard antreten konnten: "Wir wollten zu diesem Spiel per Bahn fahren, da uns zu diesem Sonntag kein Auto zur Verfügung stand. Nun erhielten wir am 13.08. von Boppard eine Karte, worin wir gebeten werden, schon um 13.00 Uhr zum Spiel in Boppard bereit zu sein, da ab 15.00 Uhr der Platz von ihrer I. Mannschaft besetzt sei. Zu diesem Zeitpunkt schon konnten wir unmöglich zur Stelle sein, denn ein Auto war unmöglich noch aufzutreiben. Hiervon haben wir Boppard in Kenntnis gesetzt."

In diesen Zusammenhang passt auch der Hinweis im Rundschreiben des Staffelleiters vom 14.01.1950: "Bei Fahrten nach auswärts weise ich erneut darauf hin, dass nicht mehr Personen auf Lkw's geladen werden dürfen, als Sitzplätze vorhanden sind."

Der Fußballkreis Hunsrück/Mosel setzte vom 02.12.1973 bis zum 04.01.1974 den Spielbetrieb aus: "Das sonntägliche Fahrverbot lässt die Durchführung von Spielen nicht zu, da weder alle reisenden Vereine mit Bussen versorgt werden, noch die Schiedsrichter mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Spielorte erreichen können. Eine Vorverlegung auf samstags wird für die Vorweihnachtszeit aus familiären Gründen abgelehnt (verkaufsoffene Samstage)." 

Busverbindungen sind heute noch ein Thema - das Einkaufen an Samstagen schon lange nicht mehr...

(Jörg Grings; 31.01.2021)